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Kommunikation
30 Oktober 2019

Diskrepanz zwischen Journalisten und Leserschaft

Fachwissen, Stories und Finanzverständlichkeit: Wie können Finanzjournalisten als Vermittler zwischen Experten und Laien wirken? Eine Studie der ZHAW mit der Agentur b-public befragte dazu Finanzjournalisten auf dem Platz Zürich. Die Ergebnisse sind wichtig für die nächste Finanzkrise.

Finanzjournalisten arbeiten in einem Spannungsfeld, das charakterisiert ist durch grosses Fachwissen, tiefe Finanzverständlichkeit der Leserschaft und Geschichten zu Börsenkapriolen, Unternehmensresultaten und Finanzskandalen. Die Diskrepanz zwischen Journalisten und der Leserschaft ist gefährlich: Die nächste Finanzkrise wird kommen.  Je mehr alle die Zusammenhänge verstehen und je besser sie darauf vorbereitet sind, desto weniger gross wird der Schaden sein – und das kommt letztlich allen zugute.

Es klafft eine Wissenslücke

Haupterkenntnis der Studie ist, dass zwischen dem erwarteten und dem effektiven Finanzwissen der Leserschaft eine Lücke klafft. Einerseits sehen sich Finanzjournalisten zwar als Vermittler zwischen Finanzexperten und Laien, bei der Leserschaft setzen sie aber ein Basiswissen und Interesse im Bereich Finanzen voraus. Zunehmend verhindern darüber hinaus Kostensparmassnahmen bei der Qualitätssicherung, dass komplexe Sachverhalte in einer Sprache beschrieben werden, die dem Know-how der Leser angepasst ist. Anderseits sind die Finanzkenntnisse der breiten Leserschaft gering, wie diverse Studien zeigen, was es nahezu verunmöglicht, Zusammen­hänge und Entwicklungen in der Finanzwelt angemessen zu beschreiben.

Studie als Kooperation

Die Studie entstand in Zusammenarbeit von Marlies Whitehouse, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW, und dem Team der Agentur b-public AG unter der Leitung von Markus Baumgartner und Katharina Burckhardt. Die Studie kann unter diesem Link heruntergeladen werden.